Zechen in Mülheim an der Ruhr

hollenbergdarmstadt

Mülheim war schon früh eine Wiege des Bergbaus. Im Jahr 1225 soll ein Bauer in Eppinghofen beim Pflügen Kohle gefunden haben. Den ersten gesicherten Nachweis für Stollen in Heißen gibt es aus dem 16. Jahrhundert. Danach hat es zahlreiche Stollen und bedeutende Tiefbauzechen bis in unsere Zeit gegeben. Mit der Schließung des Bergwerks Rosenblumendelle 1966 wurde Mülheim allerdings zur ersten „bergfreien“ Stadt des Ruhrgebietes.

Die früher überwiegend landwirtschaftlich geprägte Stadt verdankt dem Bergbau den Aufschwung zu einem frühindustriellen Zentrum. Auch die wirtschaftlich bedeutende Ruhrschifffahrt, die aufkommende Werftindustrie mit zahlreichen Schiffsbauplätzen sowie die Entwicklung der Stadt zu einem Handelszentrum haben ihren Zusammenhang mit der ständig steigenden Kohlenförderung.

Zeche Wiesche um 1900

Zeche Wiesche um 1900

Die Brüder Johann und Franz Dinnendahl gründeten in Mülheim eine Eisenhütte und „Mechanische Werkstätte“, aus der 1832 die Friedrich-Wilhelms-Hütte hervorging. Bereits seit 1810 gab es auf den Mülheimer Zechen Caroline und Wiesche und 1814 auf Sellerbeck Dampfmaschinen zur Wasserhebung aus Schächten.

Unweit der Mülheimer Stadtgrenze durchteufte Franz Haniel 1832 und 1834 mit seinen Schächten Franz und Kronprinz zum ersten Mal die Mergeldecke. Es hatte vorher nur kleinere Schächte durch den Mergel gegeben.