Zeche Wiesche

wiesche

Die geschichtliche Entwicklung der Zeche Wiesche

– vor 1700 hat „in der Wieschen“ zwischen Buggenbeck und Gracht bereits ein Kohlberg bestanden

– 1730 mit Sellerbeck, Kinderberg und Leybank werden in einem gemeinschaftlichen Förderstollen Kohlen zur Ruhr

befördert. Aufgeschlossene Vorräte werden in Unterwerken bis 62 m abgebaut. (6 Gesenke à 6Faden zu je 6 Fuß)

– 1779 arbeitet Wiesche mit Kinderberg und Schökenbank zusammen an einer Fündigmachung eines neuen Kohlbergs

– 1809 beginnt mit dem Übergang vom Stollen- zum Tiefbau die Förderung im Maschinenschacht an der Buggenbeck.

– 1810 wird eine erste Wasserhaltungsmaschine von Franz Dinnendahl in Betrieb genommen. Sie ist aber unzureichend.

– 1811 wird im Maschinenschacht Friedrich die Förderung mit einem Pferdegöpel betrieben.

– 1814 beginnt das Abteufen von Schacht Wilhelmine an der Schiefernbank.Zeche Wiesche color

– 1816 wird von der 1. Sohle bei -136 m mit einer Dampffördermaschine gefördert

– 1828 Teufbeginn von Schacht Emilie an der Schiefernbank,

Ansetzen der  1. Sohle bei – 139 m.

– 1828 Auffahren des Wiescher Erbstollens; mit 130 t/d ist Wiesche

eine der größten Zechen im Ruhrrevier

– 1840 wird  die Pferdeförderung untertage eingeführt; die Förderung beträgt 43.000 t mit 300 Mann Belegschaft.

– 1851 entsteht im Zeitalter beginnender Liberalisierung das Bergwerk Vereinigte Wiesche durch Konsolidation von

Wiesche mit Anna Gertrud, Holthauser Bänksgen, Leybank, Richter, Schutzengel Thiesgracht und Valentin.

Der Abbaubereich liegt zwischen der 1. Sohle bei 136 m, 2. Sohle 163 m, 4. Sohle bei 236 m. Förderung 52.000 t/d.

– 1861 nimmt Wiesche als erstes Bergwerk eine Brikettfabrik in Betrieb.

– 1876 Ansetzen 7. Sohle bei 382 m in Schacht Emilie, 1878 8. Sohle bei 432 m.

– 1880 Stilllegung der Schächte Friedrich und Leybank; Förderung erreicht 93.651 t mit 306 Bergleuten.

– 1888 Wassereinbruch und Absaufen der 8. Sohle, 1890 Aufwältigen; Förderung 94.378 t mit 411 Bergleuten.

– 1895 Schlagwetterexplosion mit drei Toten. Die Förderung erreicht 146.481 t/a mit einer Belegschaft von 723 Mann.

– 1898 erfolgt auf Anregung von Hugo Stinnes die Gründung der Aktiengesellschaft „Mülheimer Bergwerksverein“

Dazu gehören die Schachtanlagen Rosenblumendelle mit Kronprinz, Humboldt, Hagenbeck und die Vereinigte

Wiesche, die zu  Zeche Wiesche umbenannt wird.

– 1900 geschieht der Durchschlag zu Zeche Rosenblumendelle, der Abbau unterhalb der 8. Sohle mittels Gesenk.

– 1904 wird bei 552 m die 9. Sohle angesetzt. Die Förderung erreicht 249.406 t/a mit einer Belegschaft von 956 Bergleuten.

– 1909 werden Grubenfelder der Zeche Sellerbeck im Bereich der Schächte Chistian und Carnall übernommen.

– 1920 Rückgang der Förderung auf 236.227 t/a mit 1.238 Mann Belegschaft.

– 1930 Übernahme der Förderung aus dem Feld Humboldt,  Feld Humboldt mit Schacht Franz an Rosenblumendelle.

– 1937 maximale Förderung von 596.903 t/a mit 1.445 Bergleuten.

– 1945 Rückgang der Förderung durch Kriegseinwirkungen auf 115.960 t/a mit 936 Mann Belegschaft.

– 1949 Abbaueinstellung im Feld Sellerbeck und Verfüllen des Schachtes Christian an der Boverstraße.

– 1952 Stilllegung der Tagesanlagen und Verbund untertage mit Rosenblumendelle zu Rosenblumendelle/Wiesche.

– 1953 Stilllegung der Brikettfabrik, Weiterbetrieb 1954 in der Zentralbrikettfabrik auf Rosenblumendelle.

– 1960 Stilllegung der Außenanlage Wiesche und Abwerfen der Schächte Wiesche 1/2.