Zeche Sellerbeck

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Die geschichtliche Entwicklung der Zeche Sellerbeck

1610 erste Nachricht  von Sellerbeck, wonach 1580 ein „aytgang“ in Mellinghofen zur Wasserhaltung angesetzt   wurde. Wegen großer Wasserzuflüsse 1586 stillgelegt, ab 1598 erneut in Betrieb genommen. Dieser Stollen ist der Vorgänger der späteren Zeche Vereinigte Sellerbeck.

– 16. Jahrh. Der Sellerbecker Stolln wird in Mellinghofen aus dem Bereich der Sellerbecker Höfe mit einem Mundloch angelegt und 1.000 Lachter nach Nordosten aufgefahren. Ab 1710 Abbau, aber er ist nicht direkter Vorgänger der Zeche Vereinigte Sellerbeck. Hier wird bis 1730 gemeinsam mit Kinderberg, Leybank und Wiesche Kohle abgebaut und im „Großen Stollen“ zur Ruhr gefördert. Im Jahre 1814 wird der Stollen aufgegeben.

– ab 1710 erfolgt der Abbau in der Berechtsame laut  Verrleihungsurkunde für den Sellerbecker Stolln.

1811 Mutung der Flöze Steinkuhle, Cronenberger Adit, Voß, radstube Kiek, Kieksbänksgen und Oberhäuersbänksgen, Teufen von Schacht Christian an der Boverstraße in Mellinghofen.

1814 Konsolidation zu Vereinigte Sellerbeck und Anlegung eines Tiefbaus; Wasserhaltungsmaschine für 48 Lachter= 100 m Schachtteufe in Schacht Christian.

1824 Teufbeginn der Schächte Hermann und Gertrud in Eppinghofen an der Bruch/Kuhlenstraße.

– 1828 Schacht Christian erreicht eine Teufe von 61 Lachter=128 m. 1831 Ansetzen 2.Tiefbausohle.

1834 Teufbeginn Schächte 1 (Müller) und 2 (Humboldt) in Winkhausen an der Winkhauser Straße

– 1838 Beginn der Förderung;  sie beträgt 1839 mit einer Belegschaft von 280 Mann 45.063 t/a. Damit ist die Zeche Ver. Sellerbeck zwischen 1838 und 1846 die förderstärkste Zeche im Ruhrrevier.

– 1839 Der Schiebeweg zum Ruhrhafen wird zur Sellerbecker Pferdebahn (Pattsbahn) mit einer Länge von 7.000 m umgebaut und in Betrieb genommen. 13 Sellerbecker Eisenbahn

– 1840/1841 Ansetzen 3. Sohle bei -176 m und 4. Sohle bei 220 m. Förderung 86.900 t/a mit 356 Bergleuten.

1854 Teufbeginn Schacht Carnall (Sellerbeck III oder Neusellerbeck) am Randerbersfeld in Dümpten

– 1859 Ansetzen 1. Sohle bei 177 m (-86 m NN); Durchschlag zu Schacht Müller

– 1862 Ansetzen 2. Sohle bei 251 m (-160 m NN)

– 1865 Ansetzen 5. Sohle bei 285 m (- 185 m NN) aus Schacht Müller; Förderung 100.850 t/a mit 577 Bergleuten.

– 1878 Ansetzen 6. Sohle bei 368 m (-268 m NN)

– 1885 Förderung von Müller/Humboldt und Carnall/Christian: 110.834 t mit 469 Bergleuten

1887 Erwerb von Geviertfeld Caroline I und Konsolidation zu Vereinigte Sellerbeck 

– 1901 Die maximale Förderung 166.946 t/a wird erreicht mit 716 Bergleuten.

– 1903 Querschlagsvortrieb von Carnall nach Schacht Müller und Roland in Oberhausen.

1904 Besitzerwechsel von Mülheimer Bergwerksverein zu Harpener Bergbau-AG.

– 1905 Durchschlag mit Roland; Grubenfeld mit Wetterschacht Christian zu Roland

– 1909 Grubenfeld von Roland zu Wiesche

1920 Stilllegung Carnall und Abbruch der restlichen Tagesanlagen.