Zeche Rosenblumendelle

rosenblumendelle

In Mülheim Heißen begann im Bergwerk Roßdel vor 1700 eine Kohlengräberei, die mit Unterwerken in größere Teufen reichte , durch große Wasserzuläufe aber oft unterbrochen wurde. Im Jahre 1800 erfolgte der Übergang zum Tiefbau mit einem Schacht an der Ecke Klotzdeller/Frohnhauser Weg, etwa 1000 m westlich der späteren Zeche Rosenblumendelle. Zur Bewältigung der hohen Wasserzuflüsse wurde 1809 von Franz Dinnendahl eine Wasserhaktungsdampfmaschine aufgestellt, mit deren Hilfe die Probleme jedoch nicht gelöst werden konnten. Nach einem Wassereinbruch aus alten Grubenbauen wurde die Zeche 1817 stillgelegt. Erst 1841  entstand durch den Zusammenschluss der Kleinzechen Vorwärts,  Morgenröthe, Blumendelle, Kämpgeswerk, Tutenbank und Zufall mit Roßdelle das Bergwerk „Vereinigte Rosenblumendelle“. Mit dem Abteufen von Schacht 1 wurde 1856 begonnen, zwei Jahre später mit dem Ansetzen der 1. Sohle bei 161 m bzw. -81 m NN. Die Förderung betrug 1860 mit einer Belegschaft von 273 Bergleuten 42.300 t. Sie konnte bis 1870 mit 392 Nergleuten auf 100.000 t erhöht werden. Ein zweiter Schacht wurde 1897 neben Schacht 1 abgeteuft, die dritte Sohle war 1863 bei 229 m (-149 m NN), die 4. Sohle im Jahr 1895 bei 351 m angesetzt worden. Nach Erwerb des Grubenfeldes Kronprinz erfolgte 1897 die Konsolidation mit Vereinigte Kronprinz und eine Erhöhung der Förderung auf 175.000 t mit 600 Bergleuten.

Auf Anregung von Hugo Stinnes wurde 1898 die Aktiengesellschaft „Mülheimer Bergwerksverein“ gegründet, zu der neben Rosenblumendelle und Kronprinz die Zechen Humboldt, Hagenbeck und Wiesche erworben wurden. Die Förderung dieses Zechenverbundes erreichte 1905 mit 1.160 Bergleuten 307.000 t. Die Weltwirtschaftskrise führte 1929 zur Schließung der Zeche Humboldt, deren Förderung von Zeche Wiesche übernommen wurde. Nach dem II. Weltkrieg wurden die Zechen Rosenblumendelle und Wiesche zu einem Verbundbergwerk mit den Schachtanlagen Hagenbeck, Humboldt und Kronprinz erweitert. Die 1958 einsetzende Kohlenkrise führte 1966 zur endgültigen Stilllegung, womit Mülheim an der Ruhr die erste bergfreie Stadt im Ruhrgebietwar, 1968 wurde auch die Brikettfabrik geschlossen. Seitdem sind nur noch die Schächte Hagenbeck 2 und 3 für die zentrale Wasserhaltung in Betrieb.

Zeche Rosenblumendelle um 1950Zeche Rosenblumendelle 1958 Zeche Rosenblumendelle 1955 Totalansicht

Die Bilder lassen erkennen, wie sich die Zeche Rosenblumendelle in einer zunächst landwirtschaftlich geprägten Umgebung entwickelt hat.

Zeche Rosenblumendelle 1967 Zeche Rosenblumendelle um 1955 Holzplatz Zeche Rosenblumendelle 1953

Ros-1955-Ans v B1Rosenblumendelle Federzeichnung Heese-2Zeche Rosenblumendelle 1955 Totale